Das Arbeits-Du Besprechungen auf eine informellere Ebene bringen

Das Arbeits-Du bezeich­net ein Vor­ge­hen und Ver­hal­ten, bei dem zwi­schen Gesprächs­teil­neh­mern bewusst vom Sie auf Du gewech­selt wird und anschlie­ßend wie­der zurück.

In bestimm­ten Situa­tio­nen oder Kon­tex­ten ist es sinn­voll, zwi­schen Gesprächs­part­ner das Du und nicht das Sie zu ver­wen­den. Bei­spie­le dafür sind:

  • Trai­nings, Work­shops oder Mee­tings bei denen gene­rell geduzt wird
  • Klei­ne Fir­men, bei denen das Du durch­weg genutzt wird
  • In agi­len Kon­tex­ten, ins­be­son­de­re dann, wenn dies alle Mit­ar­bei­ter bereits praktizieren

→ Wich­tig ist, dass der “Ver­ant­wort­li­che” des Gesprächs vor­ab oder zu Beginn das Du für alle Betei­lig­ten vor­schlägt. Dabei müs­sen die Spiel­re­geln, die vom Ver­ant­wort­li­chen den Teil­neh­mern beschrie­ben wer­den, klar sein: Das Du gilt für die → Dau­er des Gesprächs und danach nicht mehr. Es wird auto­ma­tisch mit dem Ende des Gesprächs auf das Sie zurückgesprungen.

Die zeit­li­che Abfol­ge beim Arbeits-Du ist dabei (Abbil­dung 1):

  1. Zunächst Sie­zen sich die Gesprächs­part­ner. Dann wird bewusst das Arbeits-Du ange­spro­chen / ver­ab­re­det und der Ablauf geklärt
  2. Anschlie­ßend wird das Du gewech­selt, die Gesprächs­part­ner duzen sich. Es wird expli­zit durch den Ver­ant­wort­li­chen gesagt, wenn das Gespräch been­det ist
  3. Nach dem → Mee­ting / der Bespre­chung wird wie­der auf das Sie zurück­ge­gan­gen, die Gesprächs­part­ner Sie­zen sich wieder

In Abbil­dung 1 ist das Arbeits-Du mit der zeit­li­chen Abfol­ge dargestellt.

Das Arbeits-Du in der zeitlichen Abfolge, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 1: Das Arbeits-Du in der zeit­li­chen Abfolge

Gera­de bei Trai­nings und Work­shops wird das Arbeits-Du häu­fig genutzt. Schwie­rig wird es, wenn ein­zel­ne Teil­neh­mer das nicht möch­ten: Dann muss beim Sie ver­blie­ben werden.

Anmer­kun­gen:

  • Das Arbeits-Du gibt es in der deut­schen Spra­che, in Spra­chen, in den nicht zwi­schen Du und Sie unter­schie­den wird, ent­fällt das Arbeits-Du
  • Man muss nicht zwang­haft vom Du zurück auf das Sie wech­seln, das Du kann bei­be­hal­ten wer­den, wenn bei­de Gesprächs­part­ner das möchten