Definition of Done Wann ist eine User Story fertig umgesetzt?

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung zu die­sem Bei­trag:
Die Defi­ni­ti­on of Done (DoD) beschreibt, wann eine User Sto­ry als fer­tig umge­setzt gilt, das heißt, vom Anwen­der abge­nom­men wer­den kann.
In die­sem Bei­trag wird eine Kurz­dar­stel­lung hier­zu gelie­fert.

Die Beschrei­bung zu den User Sto­ries fin­det sich
hier

Die all­ge­mei­ne Beschrei­bung zu Scrum fin­det sich
hier

Wenn User Sto­ries bei der Ent­wick­lung eines Pro­dukts oder einer Dienst­leis­tung zum Ein­satz kom­men, so muss geklärt wer­den, wann die User Sto­ry “fer­tig” umge­setzt ist und vom Anwen­der abge­nom­men wer­den kann. Um dies zu gewähr­leis­ten, wer­den eine Rei­he von Kri­te­ri­en vor Pro­jekt­start durch das Ent­wick­lungs­team fest­ge­legt. Im Lau­fe des Pro­jekts kön­nen die­se Kri­te­ri­en dann ver­fei­nert und ange­passt wer­den.

Das PMI schreibt dazu /PMI-APG18, PMI-APG18‑­d/:
“Defi­ni­ti­on of Done (DoD) / Defi­ni­ti­on of Done (DoD). Die Prüf­lis­te eines Teams zu allen Kri­te­ri­en, die erfüllt wer­den müs­sen, damit ein Lie­fer­ge­gen­stand als ein­satz­be­reit für den Kun­den betrach­tet wer­den kann.
Defi­ni­ti­on of Rea­dy (DoR) / Defi­ni­ti­on of Rea­dy (DoR). Die Prüf­lis­te eines Teams für eine anwen­der­zen­trier­te Anfor­de­rung, die alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen besitzt, damit das Team die Arbeit dar­an auf­neh­men kann.”

Die zeit­li­che Ein­ord­nung der Defi­ni­ti­on of Done (und der Defi­ni­ti­on of Rea­dy) ist in Abbil­dung 1 dar­ge­stellt, ein Ver­gleich der Defi­ni­ti­on of Done und der Defi­ni­ti­on of Rea­dy in Abbil­dung 2.

Zeitliche Einordnung der Definition of, (C) Peterjohann Consulting, 2019-2020

Abbil­dung 1: Zeit­li­che Ein­ord­nung der “Defi­ni­ti­on of …”

Vergleich der Definition of Ready und der Definition of Done, (C) Peterjohann Consulting, 2019-2020

Abbil­dung 2: Ver­gleich der Defi­ni­ti­on of Rea­dy und der Defi­ni­ti­on of Done

Die Defi­ni­ti­on of Done (DoD) wird schrift­lich fixiert und dann für jeder­mann sicht­bar prä­sen­tiert — hier­zu wird häu­fig das Task Board ver­wen­det. Übli­cher­wei­se wird die Defi­ni­ti­on of Done über eine (Check-)Liste rea­li­siert.

Typi­sche Kri­te­ri­en der Defi­ni­ti­on of Done für die Soft­ware­ent­wick­lung sind:

  • Die User Sto­ry ist umge­setzt / imple­men­tiert
  • Der Code erfüllt die funk­tio­na­len und nicht-funk­tio­na­len Kri­te­ri­en
  • Der Code ist kom­men­tiert und doku­men­tiert
  • Der Code erfüllt die Coding-Stan­dards
  • Die Abnah­me­kri­te­ri­en / Akzep­tanz­kri­te­ri­en der User Sto­ry sind erfüllt
  • Der Code der User Sto­ry ist getes­tet und ent­hält kei­ne bekann­ten Feh­ler
  • Der Code der User Sto­ry ist in das Gesamt­sys­tem inte­griert
  • Der Code der User Sto­ry ist in das Ver­si­ons Con­trol Sys­tem (VCS) ein­ge­checkt

Gene­rell bezieht sich die Defi­ni­ti­on of Done in ers­ter Linie auf Pro­duktin­kre­men­te — die User Sto­ries sind nur ein Teil davon. Häu­fig wird auch all­ge­mein die Defi­ni­ti­on of Done für alle Back­log-Ein­trä­ge her­an­ge­zo­gen.

Anmer­kun­gen:

  • Die Defi­ni­ti­on of Done ist auch im Scrum Gui­de /Scrum-Gui­de/ beschrie­ben
  • Die Defi­ni­ti­on of Done ist kei­ne ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung

Ressourcen

Literatur

  • /PMI-APG18/ Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te: Agi­le Prac­ti­ce Gui­de, Pro­ject Manage­ment
    Insti­tu­te, Phil­adel­phia, Penn­syl­va­nia 2018, ISBN 978–1‑62825–199‑9
  • /PMI-APG18‑­d/ Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te: Agi­le: Pra­xis – Ein Leit­fa­den, Pro­ject
    Manage­ment Insti­tu­te, Phil­adel­phia, Penn­syl­va­nia 2018, ISBN 978–1‑62825–417‑4

Weblinks

  • /Scrum-Glos­s­ar/ Das deut­sche Scrum-Glos­sar
  • /Scrum-Gui­de/ Der Scrum Gui­de™, Web­site mit dem aktu­el­len Scrum Gui­de (Kurz­dar­stel­lung von Ken Schwa­ber und Jeff Suther­land) in ver­schie­de­nen Spra­chen, aktua­li­siert im Novem­ber 2017

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