Dokument oder Tätigkeit? Sprachliche Unterscheidungen

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung zu die­sem Bei­trag:
Die sprach­li­che Unter­schei­dung von Doku­ment oder Tätig­keit im Pro­jekt­ma­nage­ment soll­te vor Pro­jekt­start vor­ge­nom­men wer­den, um Klar­heit zu schaf­fen.
In die­sem Bei­trag wird eine Kurz­dar­stel­lung hier­zu gelie­fert.

Gene­rell soll­te zwi­schen einem Doku­ment, einer Tätig­keit (oder Metho­de) und einem even­tu­el­len Work­shop (oder Mee­ting) zu einem The­men­be­reich unter­schie­den wer­den, um so für Klar­heit bei den Betei­lig­ten zu sor­gen.

Die all­ge­mei­ne Beschrei­bung zum Pro­jekt­ma­nage­ment fin­det sich
hier

und die Ver­wen­dung von Doku­men­ten in Pro­jek­ten
hier

Fol­gen­de Tabel­le kann zur Unter­schei­dung her­an­ge­zo­gen wer­den:

Dokumente versus Tätigkeiten, (C) Peterjohann Consulting, 2018-2020

Abbil­dung 1: Doku­men­te ver­sus Tätig­kei­ten

Die Begrif­fe, die in der lin­ken Spal­te ste­hen, soll­ten aus­schließ­lich für Doku­men­te, die in der rech­ten Spal­te aus­schließ­lich für Tätig­kei­ten benutzt wer­den. Bei den Tätig­kei­ten sind “Grup­pen­tref­fen” wie Work­shops, Mee­etings oder Sit­zun­gen her­aus­ge­ho­ben, da sie sowohl bei der Erstel­lung von Doku­men­ten wie auch bei der Umset­zung von Tätig­kei­ten ein­ge­setzt wer­den.

Hier­zu fol­gen­des Bei­spiel:

  • Die Mach­bar­keits­stu­die bezeich­net ein Doku­ment (wel­ches die Mach­bar­keit der Erstel­lung eines Pro­jekt­pro­dukts beschreibt)
  • Die Mach­bar­keits­ana­ly­se ist eine Tätig­keit (wel­che die Mach­bar­keit der Erstel­lung eines Pro­jekt­pro­dukts unter­sucht) – dies kann ein Pro­zess, ein Pro­zess­schritt oder eine Metho­de sein
  • Ein Mach­bar­keits-Work­shop ist ein Work­shop, in dem eine Mach­bar­keits­ana­ly­se durch­ge­führt wird, um dann eine Mach­bar­keits­stu­die zu erstel­len oder zu erhal­ten

Gege­be­nen­falls ist es sinn­voll, zudem noch Vor­la­gen und Check­lis­ten sprach­lich abzu­gren­zen:

  • Die Mach­bar­keits­stu­di­en-Vor­la­ge ist die Vor­la­ge für die Mach­bar­keits­stu­die
  • Die Mach­bar­keits­stu­di­en-Check­lis­te ist bei der Erstel­lung des Doku­ments hilf­reich
  • Die Mach­bar­keits­ana­ly­se-Check­lis­te unter­stützt bei der Ana­ly­se

Liste, Register oder Matrix?

Auch die Begrif­fe Lis­te, Regis­ter und Matrix wer­den häu­fig ver­mischt.
Fol­gen­de Beschrei­bun­gen kön­nen hilf­reich sein:

  • Eine Lis­te ist eine (tabel­la­ri­sche) Anord­nung von Ele­men­ten ohne tie­fer­ge­hen­de Struk­tur­merk­ma­le; Bei­spie­le: Sta­ke­hol­der­lis­te
  • Ein Regis­ter ist (tabel­la­ri­sche) Anord­nung von Ele­men­ten mit tie­fer­ge­hen­den Struk­tur­merk­ma­len; Bei­spie­le: Risi­ko­re­gis­ter
  • Eine Matrix stellt Inhal­te in Form einer xy-Dar­stel­lung (oder 2x2-Gra­fik) gegen­über; Bei­spie­le: BCG-Matrix, Risi­ko­ma­trix, Requi­re­ments Tracea­bi­li­ty Matrix

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