Benchmarking Die Stärken von Wettbewerbern erkennen und nutzen

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung die­ses Bei­trags:
Das Bench­mar­king ist eine Metho­de, um das eige­ne Pro­dukt oder Vor­ge­hen mit denen des Wett­be­wer­bes zu ver­glei­chen, um dar­aus Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al abzu­lei­ten und Ver­bes­se­run­gen umzu­set­zen.
In die­sem Bei­trag wird das Bench­mar­king beschrieben.

1. Beschreibung

Beschrei­bun­gen und Defi­ni­tio­nen zum Bench­mar­king fin­den sich in ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen und in der Lite­ra­tur, so bei­spiels­wei­se beim → PMI oder in der Wikipedia.

Das PMI defi­niert das Bench­mar­king wie folgt /PBG21‑d/:
“Bench­mar­king / Bench­mar­king. Der Ver­gleich von tat­säch­li­chen und geplan­ten Pro­duk­ten, Pro­zes­sen und Betriebs­ab­läu­fen, mit denen ver­gleich­ba­rer Orga­ni­sa­tio­nen, um Best Prac­ti­ces zu iden­ti­fi­zie­ren, Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge zu ent­wi­ckeln und eine Aus­gangs­ba­sis für die Leis­tungs­mes­sung zu schaffen.”

In der deut­schen Wiki­pe­dia steht zum Bench­mar­king in der Betriebs­wirt­schaft /#Wiki-Benchmarking_Betriebswirtschaft/:
“Bench­mar­king (engl. Bench­mark = “Maß­stab”, steht für eine Bezugs- oder Richt­grö­ße) bezeich­net in der Betriebs­wirt­schaft eine Manage­ment­me­tho­de, mit der sich durch ziel­ge­rich­te­te Ver­glei­che unter meh­re­ren Unter­neh­men das jeweils bes­te als Refe­renz zur Leis­tungs­op­ti­mie­rung her­aus­fin­den lässt. Dazu ist es not­wen­dig, durch Ver­gleich bes­se­re Metho­den und Prak­ti­ken (Best Prac­ti­ces) zu iden­ti­fi­zie­ren, zu ver­ste­hen, auf die eige­ne Situa­ti­on anzu­pas­sen und zu inte­grie­ren. Bench­mar­king ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Betriebsvergleichs.”

In Abbil­dung 1 ist eine Cha­rak­te­ri­sie­rung des Bench­mar­kings dargestellt.

Benchmarking: Charakterisierung, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 1: Bench­mar­king: Charakterisierung

Gene­rell wird beim Bench­mar­king zwi­schen zwei Arten unter­schie­den (Abbil­dung 2):

  • Inter­nes Bench­mar­king: Es wer­den Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen oder Pro­zes­se inner­halb des eige­nen Unter­neh­mens / der eige­nen Orga­ni­sa­ti­on verglichen
  • Exter­nes Bench­mar­king: Es wer­den Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen oder Pro­zes­se mit denen von Wett­be­wer­bern außer­halb des eige­nen Unter­neh­mens / der eige­nen Orga­ni­sa­ti­on verglichen
Benchmarking: Arten, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 2: Bench­mar­king: Arten

Das Vor­ge­hen beim Bench­mar­king kann in ein­zel­ne Schrit­te (auch als Pro­zes­se oder Pha­sen bezeich­net) unter­teilt wer­den. Typisch sind dabei fol­gen­de Schrit­te (Abbil­dung 3):

  1. Vor­be­rei­ten (oder auch Pla­nen): Es wer­den die Wett­be­wer­ber iden­ti­fi­ziert, bei denen bes­se­re Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen oder Pro­zes­se sicht­bar sind und die als “Gold-Stan­dard” gel­ten. Dann wer­den die ent­spre­chen­den Kenn­zah­len benannt, die als Basis eines Ver­gleichs her­an­ge­zo­gen wer­den sollen
  2. Ver­glei­chen: Die Kenn­zah­len­wer­te wer­den beim Wett­be­werb ermit­telt und mit den eige­nen verglichen
  3. Ablei­ten: Auf Basis des Vor­ge­hens beim Wett­be­werb wer­den Maß­nah­men abge­lei­tet, um eige­ne Kenn­zah­len­wer­te zu verbessern
  4. Ver­bes­sern: Es wer­den die abge­lei­te­ten Maß­nah­men umge­setzt und deren Wirk­sam­keit anhand der Kenn­zah­len­wer­te überprüft
Die Schritte beim Benchmarking, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 3: Die Schrit­te beim Benchmarking

Anmer­kun­gen:

  • Das Bench­mar­king kommt in ver­schie­de­nen Manage­ment-Dis­zi­pli­nen zum Ein­satz, aller­dings in ers­ter Linie im Pro­dukt- und Dienstleistungsmanagement

2. Beispiele

In einem Logis­tik­un­ter­neh­men ist die Abfer­ti­gungs­ra­te von LKW nicht so, wie sich dies die Fir­men­lei­tung wünscht. Daher wird ein Bench­mar­king durch­ge­führt. Es wird dabei ermit­telt, dass der Wett­be­werb schnel­ler belädt als das eige­ne Unter­neh­men. Unter­su­chun­gen zei­gen, dass dies in ers­ter Linie mit bes­ser Lager­zu­ord­nung und damit ver­bun­de­nen kur­zen Wegen zu tun hat. Als Maß­nah­me wird daher defi­niert, die Lager­zu­ord­nung anhand der Groß­kun­den­be­stel­lun­gen zu optimieren.

Lite­ra­tur

  • /PBG21‑d/ Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te: A Gui­de to the Pro­ject Manage­ment Body of Know­ledge (PMBOK Gui­de) und Der Stan­dard für das Pro­jekt­ma­nage­ment, Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te, Phil­adel­phia, Penn­syl­va­nia Sieb­te Aus­ga­be 2021, ISBN 978–1‑62825–695‑6

Web­links

Legen­de zu den Weblinks
/ / Ver­weis auf eine Web­site (all­ge­mein)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Ergän­zung zu einem Buch dient
/#/ Ver­weis auf ein ein­zel­nes The­ma auf einer Website
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website