Management-Zusammenfassung dieses Beitrags:
Das Benchmarking ist eine Methode, um das eigene Produkt oder Vorgehen mit denen des Wettbewerbes zu vergleichen, um daraus Verbesserungspotenzial abzuleiten und Verbesserungen umzusetzen.
In diesem Beitrag wird das Benchmarking beschrieben.
1. Beschreibung
Beschreibungen und Definitionen zum Benchmarking finden sich in verschiedenen Disziplinen und in der Literatur, so beispielsweise beim → PMI oder in der Wikipedia.
Das PMI definiert das Benchmarking wie folgt /PBG21‑d/:
“Benchmarking / Benchmarking. Der Vergleich von tatsächlichen und geplanten Produkten, Prozessen und Betriebsabläufen, mit denen vergleichbarer Organisationen, um Best Practices zu identifizieren, Verbesserungsvorschläge zu entwickeln und eine Ausgangsbasis für die Leistungsmessung zu schaffen.”
In der deutschen Wikipedia steht zum Benchmarking in der Betriebswirtschaft /#Wiki-Benchmarking_Betriebswirtschaft/:
“Benchmarking (engl. Benchmark = “Maßstab”, steht für eine Bezugs- oder Richtgröße) bezeichnet in der Betriebswirtschaft eine Managementmethode, mit der sich durch zielgerichtete Vergleiche unter mehreren Unternehmen das jeweils beste als Referenz zur Leistungsoptimierung herausfinden lässt. Dazu ist es notwendig, durch Vergleich bessere Methoden und Praktiken (Best Practices) zu identifizieren, zu verstehen, auf die eigene Situation anzupassen und zu integrieren. Benchmarking ist eine Weiterentwicklung des Betriebsvergleichs.”
In Abbildung 1 ist eine Charakterisierung des Benchmarkings dargestellt.

Abbildung 1: Benchmarking: Charakterisierung
Generell wird beim Benchmarking zwischen zwei Arten unterschieden (Abbildung 2):
- Internes Benchmarking: Es werden Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse innerhalb des eigenen Unternehmens / der eigenen Organisation verglichen
- Externes Benchmarking: Es werden Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse mit denen von Wettbewerbern außerhalb des eigenen Unternehmens / der eigenen Organisation verglichen

Abbildung 2: Benchmarking: Arten
Das Vorgehen beim Benchmarking kann in einzelne Schritte (auch als Prozesse oder Phasen bezeichnet) unterteilt werden. Typisch sind dabei folgende Schritte (Abbildung 3):
- Vorbereiten (oder auch Planen): Es werden die Wettbewerber identifiziert, bei denen bessere Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse sichtbar sind und die als “Gold-Standard” gelten. Dann werden die entsprechenden Kennzahlen benannt, die als Basis eines Vergleichs herangezogen werden sollen
- Vergleichen: Die Kennzahlenwerte werden beim Wettbewerb ermittelt und mit den eigenen verglichen
- Ableiten: Auf Basis des Vorgehens beim Wettbewerb werden Maßnahmen abgeleitet, um eigene Kennzahlenwerte zu verbessern
- Verbessern: Es werden die abgeleiteten Maßnahmen umgesetzt und deren Wirksamkeit anhand der Kennzahlenwerte überprüft

Abbildung 3: Die Schritte beim Benchmarking
Anmerkungen:
- Das Benchmarking kommt in verschiedenen Management-Disziplinen zum Einsatz, allerdings in erster Linie im Produkt- und Dienstleistungsmanagement
2. Beispiele
In einem Logistikunternehmen ist die Abfertigungsrate von LKW nicht so, wie sich dies die Firmenleitung wünscht. Daher wird ein Benchmarking durchgeführt. Es wird dabei ermittelt, dass der Wettbewerb schneller belädt als das eigene Unternehmen. Untersuchungen zeigen, dass dies in erster Linie mit besser Lagerzuordnung und damit verbundenen kurzen Wegen zu tun hat. Als Maßnahme wird daher definiert, die Lagerzuordnung anhand der Großkundenbestellungen zu optimieren.
Literatur
- /PBG21‑d/ Project Management Institute: A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK Guide) und Der Standard für das Projektmanagement, Project Management Institute, Philadelphia, Pennsylvania Siebte Ausgabe 2021, ISBN 978–1‑62825–695‑6
Weblinks
- /#Wiki-Benchmarking_Betriebswirtschaft/ Benchmarking_in_der_Betriebswirtschaft in der deutschen Wikipedia
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Letzte Aktualisierung: 02.02.2026 © Peterjohann Consulting, 2005–2026





