Management-Zusammenfassung dieses Beitrags:
Eine Auftragsklärung in Projekten dient der Klärung von Zielen und Inhalten eines Projekts zwischen Auftragnehmer und → Auftraggeber.
In diesem Beitrag wird die Auftragsklärung in Projekten beschrieben.
Eine Auftragsklärung (englisch: Order Clarification) sollte generell bei → Vorhaben durchgeführt werden, bei denen es auf Abstimmung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ankommt. Dabei können Fokus und Inhalt der Auftragsklärung je nach Kontext unterschiedlich sein (Abbildung 1). Typische Kontexte sind:
- Das → Projektmanagement: Hierbei steht der → Projektauftrag und die spätere Umsetzung im Fokus der Auftragsklärung
- Systemisches Coaching: Der Veränderungsprozess ist dabei der Schwerpunkt
- Consulting und Beratung: Die Problemlösung steht im Vordergrund der Auftragsklärung beim Consulting und Beratung

Abbildung 1: Die Auftragsklärung in drei verschiedenen Kontexten
In diesem Beitrag wird die Auftragsklärung in Projekten beschrieben, die manchmal auf als Projektauftragsklärung bezeichnet wird. Dabei ist zu beachten, dass die Auftragsklärung / der Begriff Auftragsklärung bevorzugt bei der → GPM /GPM16, GPM19/ zum Einsatz kommt. Andere Fachverbände und die englischsprachige Literatur nutzen diesen Begriff kaum.
Es wird bei einigen Autoren zur Auftragsklärung auf ein Kontextmodell verwiesen, welches dazu dient, → systematisch eine Auftragsklärung durchzuführen.
In der deutschen Wikipedia steht zum Kontextmodell /#Wiki-Kontextmodell/:
“Das Kontextmodell ist eine Methode, die für die Anwendung im Projektmanagement entwickelt wurde und in erster Linie der Auftragsklärung dient.”
Statt eines Kontextmodells kann die Auftragsklärung als ein Teil der Zielermittlung in Projekten gesehen werden. Damit kann mit einigen zentralen Fragen eine Auftragsklärung durchgeführt werden. Typische Fragen sind /GPM19/:
- “Was soll im Projekt passieren? (→ Ziele)
- Was soll / darf im Projekt NICHT passieren? (Nicht-Ziele)
- Wann soll mit dem Projekt begonnen werden? (Starttermin)
- Wann soll das Projekt beendet sein? (Endtermin)
- Wer soll / muss / darf mitarbeiten? (→ Projektteam)
- Gibt es nicht beeinflussbare Rahmenbedingungen?
- Was darf nicht oder muss geschehen? (kritische Erfolgsfaktoren)
- Gab es ähnliche Projekte in der Vergangenheit?
- Warum wird das Projekt überhaupt ins Leben gerufen?
- Wer vertritt welche Interessen und warum?
- Gibt es schriftliche Dokumente, Konzepte, … die für das Projekt von Nutzen sein könnten?”
Abbildung 2 zeigt fünf Aspekte der Auftragsklärung in Projekten nach Wolf /#Wolf-PMT/ in Form einer Pyramide. Diese Darstellung soll zeigen, dass zur inhaltlichen Auftragsklärung Kenntnisse in der Dokumentation vorhanden sein müssen, um aus Gesprächen und Meetings abgestimmte, schriftliche Vereinbarungen treffen zu können. Dies setzt wiederum voraus, dass Kommunikationsregeln und Methoden bekannt sein müssen, um entsprechende Gesprächen und Meetings zielgerichtet durchführen zu können.

Abbildung 2: Die Pyramide zur Auftragsklärung nach Wolf /#Wolf-PMT/
Literatur
- /GPM16/ Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement: Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM3), GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, Nürnberg 8. Auflage 2016, ISBN 978–3‑924841–74‑4
- /GPM19/ Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement: Kompetenzbasiertes Projektmanagement (PM4), GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement, Nürnberg 2019, ISBN 978–3‑924841–77‑5
Weblinks
- /#Wiki-Kontextmodell/ Kontextmodell in der deutschen Wikipedia
- /#Wolf-PMT/ “Mit der Auftragspyramide den Auftrag inhaltlich klären” bei Wolf PMT
Legende zu den Weblinks
/ / Verweis auf eine Website (allgemein)
/*/ Verweis auf eine Website, die als Ergänzung zu einem Buch dient
/#/ Verweis auf ein einzelnes Thema auf einer Website
/#V/ Verweis auf ein Video auf einer Website
Letzte Aktualisierung: 10.07.2026 © Peterjohann Consulting, 2005–2026
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