Cost of Delay Verzögerungskosten bei der Priorisierung einbeziehen

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung die­ses Bei­trags:
Als Cost of Delay (Ver­zö­ge­rungs­kos­ten) wer­den Kos­ten bezeich­net, die ent­ste­hen, weil sich die Umset­zung / Fer­tig­stel­lung eines Fea­tures oder Pro­dukts ver­zö­gert.
In die­sem Bei­trag wer­den die Cost of Delay beschrieben.

1. Einleitung und Grundlagen

1.1 Definitionen

In der eng­li­schen Wiki­pe­dia heißt es zu den Cost of Delay /#Wiki-Cost-of-Delay‑e/:
“Cost of Delay is “a way of com­mu­ni­ca­ting the impact of time on the out­co­mes we hope to achie­ve”. More for­mal­ly, it is the par­ti­al deri­va­ti­ve of the total expec­ted value with respect to time. Cost of Delay com­bi­nes an under­stan­ding of value with how that value leaks away over time. It is a tac­tic that helps com­mu­ni­ca­te and prio­ri­ti­ze deve­lo­p­ment decis­i­ons by cal­cu­la­ting the impact of time on value crea­ti­on & cap­tu­re.“
Eige­ne Über­set­zung:
“Die Ver­zö­ge­rungs­kos­ten sind “eine Metho­de, um die Aus­wir­kun­gen der Zeit auf die Ergeb­nis­se, die wir errei­chen möch­ten, zu ver­an­schau­li­chen”. For­ma­ler aus­ge­drückt han­delt es sich dabei um die par­ti­el­le Ablei­tung des gesam­ten Erwar­tungs­werts nach der Zeit. Die Ver­zö­ge­rungs­kos­ten ver­bin­den das Ver­ständ­nis von Wert mit der Erkennt­nis, wie die­ser Wert im Lau­fe der Zeit schwin­det. Es han­delt sich um eine Stra­te­gie, die dabei hilft, Ent­wick­lungs­ent­schei­dun­gen zu kom­mu­ni­zie­ren und zu → prio­ri­sie­ren, indem die Aus­wir­kun­gen der Zeit auf die Wert­schöp­fung und -→ rea­li­sie­rung berech­net werden.”

Eine ein­fa­che­re Defi­ni­ti­on Cost of Delay könn­te lau­ten:
“Kos­ten, die durch Ver­zö­ge­rung einer Umset­zung oder → Ent­schei­dung entstehen.”

In Abbil­dung 1 sind die Cost of Delay kurz charakterisiert:

Die Cost of Delay - Charakterisierung, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 1.1: Die Cost of Delay — Charakterisierung

1.2 Zeitliche Betrachtung

Die Cost of Delay / Ver­zö­ge­rungs­kos­ten betrach­ten einen zukünf­ti­gen → Zustand, erfas­sen also Kos­ten, die noch ent­ste­hen und nicht Kos­ten, die bereits ent­stan­den sind (Abbil­dung 2).

Die Cost of Delay - Zeitliche  Betrachtungsrichtung, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 1.2: Die Cost of Delay — Zeit­li­che Betrachtungsrichtung

2. Typen der Cost of Delay

In Abbil­dung 3 sind vier Grund­ty­pen der Cost of Delay dar­ge­stellt. Die vier Grund­ty­pen sind:

  • Line­ar: Die Kos­ten / Ver­zö­ge­rungs­kos­ten stei­gen line­ar mit der Zeit
  • Fes­tes Datum: Die Kos­ten / Ver­zö­ge­rungs­kos­ten ent­ste­hen ein­ma­lig zu einem fes­ten → Zeit­punkt
  • Beschleu­nigt: Die Kos­ten / Ver­zö­ge­rungs­kos­ten sind schlag­ar­tig da und stei­gen weiter
  • Imma­te­ri­ell: Die Kos­ten / Ver­zö­ge­rungs­kos­ten in “inhä­rent” vor­han­den und stei­gen stark weiter
Cost of Delay: Vier Grundtypen (einfache Darstellung), (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 2.1: Cost of Delay: Vier Grund­ty­pen (ein­fa­che Darstellung)

Zeigt man den aktu­el­len Zeit­punkt (“Heu­te”), das Lie­fer­da­tum und die Hand­lungs­zeit, so wer­den die Unter­schie­de der vier Grund­ty­pen der Cost of Delay noch deut­li­cher (Abbil­dung 2.2).

Cost of Delay: Vier Grundtypen mit Terminbezügen, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 2.2: Cost of Delay: Vier Grund­ty­pen mit Terminbezügen

Abbil­dung 2.3 beschreibt in vier Grund­ty­pen der Cost of Delay in tabel­la­ri­scher Form.

Cost of Delay: Vier Grundtypen im tabellarischen Vergleich, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 2.3: Cost of Delay: Vier Grund­ty­pen im tabel­la­ri­schen Vergleich

3. Der Einsatz der Cost of Delay

Beim Weigh­ted Shor­test Job First wer­den die Cost of Delay einbezogen.

4. Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ) zu den Cost of Delay

Eini­ge Fra­gen zu den Cost of Delay wer­den häu­fig gestellt – die­se wer­den hier wie­der­ge­ge­ben und beantwortet.

  • F: Kann Cost of Delay auch außer­halb von agi­len Kon­tex­ten ein­set­zen?
    A: Ja. Gene­rell kann Cost of Delay bei der Aus­wahl von Pro­jek­ten, bei klas­si­schen Pro­jek­ten oder bei der Pro­dukt­ent­wick­lung ein­ge­setzt werden.

Haben Sie noch wei­te­re Fra­gen oder möch­ten Sie Ergän­zun­gen an der FAQ vor­neh­men? Am bes­ten schrei­ben Sie mir hier­zu eine E‑Mail an: kontakt@peterjohann-consulting.de.

A. Präsentationen, Literatur und Weblinks

A.1 Meine öffentliche Präsentation

  • -

A.2 Literatur

  • /Reinertsen09/ Donald G. Rei­nert­sen: The Prin­ci­ples of Pro­duct Deve­lo­p­ment Flow. Second Gene­ra­ti­on → Lean Pro­duct Deve­lo­p­ment, Cele­ri­tas Publi­shing, Redon­do Beach, Cali­for­nia 2009, ISBN 978–1‑935401–00‑1
  • /Rubin12/ Ken­neth S. Rubin: Essen­ti­al → Scrum. A Prac­ti­cal Gui­de to the Most Popu­lar → Agi­le Pro­cess, Addi­son-Wes­ley Long­man, Ams­ter­dam 2012, ISBN 978–0‑13–704329‑3
  • /Rubin14/ Ken­neth S. Rubin: Essen­ti­al Scrum. Die wesent­li­chen Aspek­te von Scrum zum Ler­nen und Nach­schla­gen, mitp, Bonn 2014, ISBN 978–3‑8266–9047‑1
  • /#Wiki-Cost-of-Delay/ Cost of Delay in der eng­li­schen Wikipedia

Legen­de zu den Weblinks
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