Die Dunbar-Zahl Bedeutung und Verwendung

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung zu die­sem Bei­trag:
Die Dun­bar-Zahl beschreibt die Anzahl von Men­schen, mit der eine ein­zel­ne Per­son sozia­le Kon­tak­te unter­hal­ten kann. Im Orga­ni­sa­ti­ons­kon­text kann dar­aus die maxi­ma­le Grö­ße einer Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit abglei­tet wer­den.
Es wird in die­sem Bei­trag die Dun­bar-Zahl erläu­tert und der Umgang damit beschrieben.

1. Einleitung und Grundlagen

In der Wiki­pe­dia steht zur Dubar-Zahl /#Wiki-Dunbar-Zahl/ :
“Unter der Dun­bar-Zahl (eng­lisch Dunbar’s num­ber) ver­steht man die theo­re­ti­sche “kogni­ti­ve Gren­ze” der Anzahl an Men­schen, mit denen eine Ein­zel­per­son sozia­le Bezie­hun­gen unter­hal­ten kann. Das Kon­zept wur­de vom Psy­cho­lo­gen Robin Dun­bar ent­wi­ckelt. Die Dun­bar-Zahl beschreibt die Anzahl der Per­so­nen, von denen jemand die Namen und die wesent­li­chen Bezie­hun­gen unter­ein­an­der ken­nen kann.”

Aus der Dun­bar-Zahl wird im Orga­ni­sa­ti­ons­kon­text eine maxi­ma­le Orga­ni­sa­ti­ons­grö­ße abge­lei­tet: Umfasst eine Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit zur Bear­bei­tung eines Pro­blems mehr als 150 Mit­glie­der, so soll­te sie unter­teilt werden.

Charakterisierung der Dunbar-Zahl, (C) Peterjohann Consulting, 2020-2022

Abbil­dung 1: Cha­rak­te­ri­sie­rung der Dunbar-Zahl

2. Der Umgang mit der Dunbar-Zahl

Im agi­len Kon­text gibt es auf der unte­ren Struk­tur­ebe­ne → Teams; die­se umfas­sen typi­scher­wei­se 3 bis 9 Mit­glie­der. Möch­te man grö­ße­re Grup­pen bei der Lösung eines Pro­blems → effi­zi­ent ein­set­zen, so wer­den die­se in Teams unter­glie­dert und dar­über eine Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur (“Teams of Teams”) eta­bliert. Die­se Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur soll­te selbst aber nicht mehr Mit­glie­der haben, als durch die Dun­bar-Zahl vorgegeben.

Beim agi­len SAFe-Frame­work wird eine Dun­bar-Zahl von 125 ange­ge­ben, um damit die Gesamt­struk­tur­grö­ße zu moti­vie­ren. Umfasst eine agi­le Orga­ni­sa­ti­ons­ein­heit mehr als 125 Mit­glie­der, so soll­te sie ent­spre­chend unter­teilt werden.

Bei wach­sen­den Start-up-Unter­neh­men ist häu­fig das Phä­no­men anzu­tref­fen, dass die Dun­bar-Zahl über­schrit­ten wird, die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur aber noch auf eine zen­tra­le Per­son zuge­schnit­ten ist, die alles steu­ern möch­te. Hier­aus resul­tie­ren dann Pro­ble­me, die auch als “Wachs­tums­schmer­zen” bezeich­net werden.

A. Präsentationen, Literatur und Weblinks

Die Dun­bar-Zahl wird in kei­ner mei­ner → Prä­sen­ta­tio­nen genutzt.

Die­ses Buch beleuch­tet das The­ma Dun­bar-Zahl etwas intensiver:

  • /Mathis18/ Chris­toph Mathis: SAFe – Das Sca­led Agi­le Frame­work. → Lean und Agil in gro­ßen Unter­neh­men ska­lie­ren, dpunkt, Hei­del­berg 2. Auf­la­ge 2018, ISBN 978–3‑86490–529‑2

Fol­gen­der Web­link lie­fert wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Dunbar-Zahl:

/#Wiki-Dunbar-Zahl/ Die Dun­bar-Zahl in der deut­schen Wikipedia

Legen­de zu den Weblinks
/ / Ver­weis auf eine Web­site (gene­rell)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Buch-Ergän­zung dient
/#/ Ver­weis auf ein­zel­nes The­ma auf einer Website
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website