Kompetenzstufen Grafik des Monats Juli 2016

1. Beschreibung

Kom­pe­tenz­stu­fen und Kennt­nis­stän­de wer­den in allen Berei­chen abge­fragt, um so zuge­schnit­te­ne Infor­ma­tio­nen an die ent­spre­chen­den Grup­pen geben zu kön­nen. Dabei kom­men ver­schie­de­ne Stu­fun­gen zur Anwen­dung. In der Abbil­dung 1.1 ist “mei­ne” Stu­fung für das → Pro­jekt­ma­nage­ment wiedergegeben.

Eine Klassifikation von Kompetenzstufen, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 1.1: Eine Klas­si­fi­ka­ti­on von Kompetenzstufen

Die Ein­ord­nung zu den Kom­pe­tenz­stu­fen kann ins­be­son­de­re erfol­gen durch …

  • Selbst­be­stim­mung oder
  • Ermitt­lung durch Dritte.

Bei bei­den Ansät­zen kön­nen ver­schie­de­ne Ver­fah­ren zur Ermitt­lung des Kennt­nis­stands ein­ge­setzt wer­den. Dies sind insbesondere:

  • Beob­ach­tung: Die Bewer­tung erfolgt auf­grund von (all­ge­mei­nen) Beobachtungen
  • Assess­ment: Die Bewer­tung erfolgt auf Basis von vor­ge­fer­tig­ten, schrift­li­chen oder münd­li­chen Assessments

Die Ermitt­lung des Kennt­nis­stands wird eben­falls über Bewer­tungs­sche­ma­ta (wie “gering, mit­tel, hoch”, “1 … 5” oder ande­re) vor­ge­nom­men. Die Zuord­nung die­ser Bewer­tun­gen zu den Kom­pe­tenz­stu­fen wird hier nicht erläu­ter­tet, da dies sehr umfang­reich wer­den würde.

1.1 Anmerkungen / Varianten

Die Ska­len zur Bewer­tung von Kom­pe­tenz­stu­fen sind unein­heit­lich. Durch­ge­setzt haben sich drei- bis fünf­stu­fi­ge Unter­tei­lun­gen. In der nach­fol­gen­den Abbil­dung sind eini­ge die­ser Ska­len wiedergegeben.

Die Klassifikation der Kompetenzstufen im Vergleich, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 1.2: Die Klas­si­fi­ka­ti­on der Kom­pe­tenz­stu­fen im Vergleich

Beson­ders häu­fig sind die Kom­pe­tenz­stu­fen von Drey­fus zu fin­den, die auch hier als Grund­la­ge ver­wen­det wurden.

Das Inter­na­tio­nal Soft­ware Tes­ting Qua­li­fi­ca­ti­ons Board (→ ISTQB) und das Inter­na­tio­nal Requi­re­ments Engi­nee­ring Board (→ IREB) ver­wen­den Know-how-Stu­fen, um Lern­zie­le zu defi­nie­ren. Die Ska­lie­rung ist beim ISTQB vier- und beim IREB zweistufig.

Know-how-Stufen nach ISTQB, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 1.3: Die Know-how-Stu­fen nach ISTQB

Know-how-Stufen nach IREB, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 1.4: Die Know-how-Stu­fen nach IREB

1.2 Einsatz

Ist eine Zuord­nung (von den Kennt­nis­sen) zu den Kom­pe­tenz­stu­fen bereits erfolgt, so kann die­se wei­ter­ver­wen­det wer­den. Es gibt die Mög­lich­keit der …

  • Fest­le­gung, wohin man sich fach­lich (und inhalt­lich) ent­wi­ckeln möch­te oder soll.
  • Klas­si­fi­ka­ti­on von Lite­ra­tur oder Fach­bei­trä­gen – für wen ist das Buch oder der Fach­ar­ti­kel gedacht (oder geeignet).

Die Fest­le­gung, wohin man sich ent­wi­ckeln möch­te, kann ein­fach durch eine Anord­nung der Kom­pe­tenz­stu­fen in einer hori­zon­ta­len Linie (Abbil­dung 2.1) oder einer ver­ti­ka­len Ska­la (Abbil­dung 2.2) erfol­gen. Der Ist­zu­stand wird durch eine oran­ge Mar­kie­rung (Kreuz­chen oder Pfeil) und der Soll-Zustand durch eine grü­ne Mar­kie­rung verdeutlicht.

Die Kompetenzstufen in der Liniendarstellung, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 2.1: Die Kom­pe­tenz­stu­fen in der Liniendarstellung

Die Kompetenzstufen in der Skalendarstellung, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 2.2: Die Kom­pe­tenz­stu­fen in der Skalendarstellung

Die Kom­pe­tenz­stu­fen bezie­hen sich in der Regel auf Ein­zel­per­so­nen, jedoch kön­nen mit dem glei­chen Sche­ma auch Grup­pen oder gan­ze Orga­ni­sa­tio­nen bewer­tet wer­den. Die nach­fol­gen­de Tabel­le (Abbil­dung 2.3) dient zur Erfas­sung der Kompetenzstufen.

Die Kompetenzstufen für Organisationen, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 2.3: Die Kom­pe­tenz­stu­fen für Organisationen

Als Beson­der­heit kön­nen hier noch Tie­fe und Umfang erfasst wer­den. Die­se Unter­schei­dung dient dazu, um indi­vi­du­ell genau­er Teil­be­rei­che erfas­sen zu kön­nen. Bei­spiels­wei­se soll­te ein Pro­jekt­pla­ner das The­men­ge­biet Pro­jekt­ma­nage­ment ken­nen (Umfang), jedoch muss er nicht alle Details des Pro­jekt­ma­nage­ments (in der Tie­fe) beherrschen.

In Abbil­dung 2.4 ist nun eine aus­ge­füll­te Tabel­le zu sehen, die Legen­de in der Abbil­dung 2.5.

Die Kompetenzstufen für Organisationen mit Entwicklungsvorgaben, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 2.4: Die Kom­pe­tenz­stu­fen für Orga­ni­sa­tio­nen mit Entwicklungsvorgaben

Die Kompetenzstufen für Organisationen mit Entwicklungsvorgaben - Legende, (C) Peterjohann Consulting, 2016

Abbil­dung 2.5: Die Kom­pe­tenz­stu­fen für Orga­ni­sa­tio­nen mit Ent­wick­lungs­vor­ga­ben — Legende

Im dar­ge­stell­ten Bei­spiel wird eine Ein­zel­per­son und die dazu­ge­hö­ri­ge Orga­ni­sa­ti­on betrach­tet. In einem (Vorab-)Assessment wur­den der Kennt­nis­stand ermit­telt und Kom­pe­tenz­stu­fen zuge­ord­net (oran­ge Krei­se). Hier­auf auf­bau­end wur­den die Soll-Zustän­de (Soll-Pro­fi­le) defi­niert — hier durch grün gestri­chel­te Krei­se dar­ge­stellt. Der Über­gang zwi­schen bei­den Zustän­den wird die rot gestri­chel­te Linie ver­deut­licht. Zusätz­lich wur­den Zwi­schen­punk­te ein­ge­baut, die auf beson­de­re Ereig­nis­se beim Über­gang hin­wei­sen sol­len — dies könn­ten Prü­fun­gen, Audits oder auch Assess­ments sein.

1.3 Auch zu finden in

Die Klas­si­fi­ka­ti­ons­stu­fen zur Dar­stel­lung des Kennt­nis­stands sind in der ein oder ande­ren Form in fol­gen­den Prä­sen­ta­tio­nen und Büchern zu finden.

1.3.1 Eigene Präsentation

Inhalt Typ
Pro­jekt­ma­nage­ment – Eine Ein­füh­rung (PM-Basis­prä­sen­ta­ti­on)

pdf

1.3.2 Literatur

  • /GPM14/ Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment: Kom­pe­tenz­ba­sier­tes Pro­jekt­ma­nage­ment (PM3), GPM, Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment, Nürn­berg 6. Auf­la­ge 2014, ISBN 978–3‑924841–40‑9

1.3.3 Weblinks

Legen­de zu den Weblinks
/ / Ver­weis auf eine Web­site (gene­rell)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Buch-Ergän­zung dient
/#/ Ver­weis auf ein­zel­nes The­ma auf einer Website
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website 

Scroll to Top