Der Produktlebenszyklus Von der ersten Idee bis zur Einstellung ein Produkt betrachten

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung die­ses Bei­trags:
Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus beschreibt den Weg eines Pro­dukts von Ent­wick­lung bis zur Ein­stel­lung.
In die­sem Bei­trag wird der Pro­dukt­le­bens­zy­klus in Teil­aspek­ten beschrieben.

Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus (Pro­duct Life Cycle, PLC) beschreibt den “Lebens­weg” eines Pro­dukts von der Pro­dukt­idee bis zum Been­den der Produktnutzung. 

1. Einleitung und Grundlagen

1.1 Definitionen

Das → PMI defi­niert den Pro­dukt­le­bens­zy­klus wie folgt /PBG21‑d/:
“Pro­dukt­le­bens­zy­klus / Pro­duct Life Cycle. Eine Fol­ge von Pha­sen, die für die Ent­wick­lung des Pro­dukts vom Kon­zept über die Lie­fe­rung, Wachs­tum und die Rei­fe bis hin zur Nut­zungs­be­en­di­gung stehen.”

Die → GPM schreibt zum Pro­dukt­le­bens­zy­klus /GPM16/:
“Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus beschreibt den Pro­zess von der Ent­wick­lung und Her­stel­lung über die Markt­ein­füh­rung bis zur Rück­nah­me oder Ein­stel­lung des Pro­duk­tes. Die­ser Lebens­zy­klus kann in meh­re­re Pha­sen unter­teilt wer­den, so z. B. in die Entwicklungs‑, Herstellungs‑, Einführungs‑, Wachstums‑, Rei­fe- und Rückgangsphase.”

Die Wiki­pe­dia erläu­tert den Pro­dukt­le­bens­zy­klus fol­gen­der­ma­ßen /#Wiki-Produktlebenszyklus/:
“Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus ist ein Kon­zept der Betriebs­wirt­schafts­leh­re und eine Pro­dukt­stra­te­gie, die den Pro­zess von der Markt­ein­füh­rung bzw. Fer­tig­stel­lung eines markt­fä­hi­gen Pro­duk­tes bis zu sei­ner Pro­dukt­eli­mi­nie­rung aus dem Markt beschrei­ben. Die Pro­dukt­le­bens­zeit hin­ge­gen ist die Zeit­span­ne von der Her­stel­lung des Pro­dukts bis zum → Zeit­punkt, an dem das Pro­dukt einen nega­ti­ven Grenz­ertrag erwirt­schaf­tet. Beim Pro­dukt­le­bens­zy­klus wird die „Lebens­dau­er“ eines Pro­duk­tes am Markt in meh­re­re Pha­sen unter­teilt, die die Haupt­auf­ga­ben der akti­ven Pro­dukt­po­li­tik im Rah­men des Lebens­zy­klus-Manage­ments (eng­lisch life cycle manage­ment) dar­stel­len. Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus gilt in den meis­ten Fäl­len nur für Kon­sum­gü­ter. Für Inno­va­tio­nen soll­te der Tech­no­lo­gie­le­bens­zy­klus (TLC) zu → Rate gezo­gen werden.”

1.2 Eine einfache Visualisierung

Eine ein­fa­che Visua­li­sie­rung des Pro­dukt­le­bens­zy­klus mit sechs Pha­sen ist in Abbil­dung 1.2 wiedergegeben.

Die Pha­sen im Einzelnen:

  • Ent­wick­lung: Das Pro­dukt wird ent­wi­ckelt, ohne das es auf dem Markt ange­bo­ten wird. Es es ent­ste­hen aus­schließ­lich Kos­ten (nega­ti­ver → Gewinn)
  • Ein­füh­rung: Da Pro­dukt wird auf dem Markt ein­ge­führt: Es sind zwar Anlauf­kos­ten vor­han­den, die aber nach und nach durch Ver­kaufs­ge­win­ne kom­pen­siert werden
  • Wachs­tum: Das Pro­dukt erzielt stark stei­gen­de Gewinne 
  • Rei­fe: Das Pro­dukt erzielt wei­ter­hin Gewin­ne, aber die­se stei­gen nur noch lang­sam an
  • Sät­ti­gung: Das Pro­dukt erzielt wei­ter­hin Gewin­ne, die­se sin­ken jedoch
  • Dege­ne­ra­ti­on: Das Pro­dukt erzielt wei­ter­hin Gewin­ne, die­se sin­ken jedoch stark bis auf Null. Das Pro­dukt wird vom Markt genommen
Eine einfache Darstellung des Produktlebenszyklus, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 1.1: Eine ein­fa­che Dar­stel­lung des Produktlebenszyklus

1.3 Ähnliche Begriffe

Beim Pro­dukt­le­bens­zy­klus­ma­nage­ment / Pro­duct-Life­cy­cle-Manage­ment (PLM) geht es dar­um, ein Pro­dukt von der ers­ten Idee bis zum Ende des Pro­dukt­le­bens­zy­klus so zu mana­gen, dass benö­tig­te Infor­ma­tio­nen zu jedem Zeit­punkt in pas­sen­der Form vor­han­den sind.

In der Wiki­pe­dia steht zum Pro­duct-Life­cy­cle-Manage­ment /#Wiki-Product-Lifecycle-Management/:
“Pro­duct-Life­cy­cle-Manage­ment bzw. Pro­dukt­le­bens­zy­klus­ma­nage­ment (PLM) ist ein Kon­zept zur naht­lo­sen Inte­gra­ti­on sämt­li­cher Infor­ma­tio­nen, die im Ver­lauf des Lebens­zy­klus eines Pro­duk­tes anfallen.”

Eine dem Pro­dukt­le­bens­zy­klus über­ge­ord­ne­te Dis­zi­plin ist die Cor­po­ra­te → Evo­lu­ti­on. Die Wiki­pe­dia führt dazu aus /#Wiki-Corporate_Evolution/:
“Cor­po­ra­te Evo­lu­ti­on bezeich­net im Kern betriebs­wirt­schaft­li­che Kon­zep­te (daher auch Betriebs­wirt­schaft­li­che Evo­lu­ti­on), die ver­su­chen, die Lebens­zy­klen von Pro­duk­ten und Unter­neh­men darzustellen.”

2. Darstellungsvarianten

Der Pro­dukt­le­bens­zy­klus wird häu­fig auf fünf Pha­sen redu­ziert, indem bei­spiels­wei­se die Ent­wick­lungs­pha­se weg­ge­las­sen oder der Ein­füh­rungs­pha­se zuge­schla­gen wird. Eine ande­re Mög­lich­keit ist die Zusam­men­fas­sung von Rei­fe- und Sät­ti­gungs­pha­se. Abbil­dung 2.1 zeigt einen sol­chen fünf­pha­si­gen Pro­dukt­le­bens­zy­klus (nach /Matys22/).

In die­ser Dar­stel­lung sind Zeit­räu­me mit deren Bezeich­nun­gen eingetragen:

  • Time-to-mar­ket: Dies ist die Zeit, die benö­tigt wird, um das Pro­dukt markt­fä­hig zu machen
  • Pay-off-time: In die­sem → Zeit­raum wer­den die Anlauf­kos­ten für Ent­wick­lung und Markt­ein­füh­rung durch Ver­kaufs­ge­win­ne ausgeglichen
  • Ertrags­zeit: Das ist der Zeit­raum, an dem “ech­te” Gewin­ne erzielt wer­den, d.h. → Umsatz — Kos­ten ist immer positiv 
  • Pro­dukt­le­bens­zeit: Der Zeit­raum von der Markt­ein­füh­rung bis zum Rück­zug vom Markt
Darstellung des Produktlebenszyklus nach /Matys22/, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 2.1: Dar­stel­lung des Pro­dukt­le­bens­zy­klus nach /Matys22/

3. Charakterisierungen des Produktlebenszyklus

Eine Zuord­nung von Merk­ma­len zu den Pha­sen des Pro­dukt­le­bens­zy­klus ist bei Aumayr /Aumayr24/ zu fin­den (Abbil­dung 3.1).

Charakteristika der Produktlebenszyklusphasen nach /Aumayr24/, (C) Peterjohann Consulting, 2025-2026

Abbil­dung 3.1: Cha­rak­te­ris­ti­ka der Pro­dukt­le­bens­zy­klus­pha­sen (nach /Aumayr24/)

A. Präsentationen, Literatur und Weblinks

A.1 Meine öffentliche Präsentation

  • -

A.2 Literatur

  • /Aumayr24/ Klaus J. Aumayr: Erfolg­rei­ches → Pro­dukt­ma­nage­ment. Tool­box für das pro­fes­sio­nel­le Pro­dukt­ma­nage­ment und Pro­dukt­mar­ke­ting, Sprin­ger Fach­me­di­en, Wies­ba­den 6. Auf­la­ge 2024, ISBN 978–3‑658–43636‑0
  • /GPM16/ Deut­sche Gesell­schaft für → Pro­jekt­ma­nage­ment: Kom­pe­tenz­ba­sier­tes Pro­jekt­ma­nage­ment (PM3), GPM, Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment, Nürn­berg 8. Auf­la­ge 2016, ISBN 978–3‑924841–74‑4
  • /Matys22/ Erwin Matys: Pra­xis­hand­buch Pro­dukt­ma­nage­ment. Grund­la­gen und Instru­men­te, Cam­pus, Frank­furt 8. Auf­la­ge 2022, ISBN 978–3‑593–51620‑2
  • /PBG21‑d/ Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te: A Gui­de to the Pro­ject Manage­ment Body of Know­ledge (PMBOK Gui­de) und Der → Stan­dard für das Pro­jekt­ma­nage­ment, Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te, Phil­adel­phia, Penn­syl­va­nia Sieb­te Aus­ga­be 2021, ISBN 978–1‑62825–695‑6
  • /Schlattmann24/ Josef Schlatt­mann, Arthur Sei­bel: Pro­dukt­ent­wick­lungs­pro­jek­te. Auf­bau, Ablauf und Orga­ni­sa­ti­on, Sprin­ger, Ber­lin 2. Auf­la­ge 2024, ISBN 978–3‑662–67987‑6

A.3 Weblinks

Legen­de zu den Web­links
/ / Ver­weis auf eine Web­site (all­ge­mein)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Ergän­zung zu einem Buch dient
/#/ Ver­weis auf ein ein­zel­nes The­ma auf einer Web­site
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website