Motivation Der zentrale Antrieb für alle Tätigkeiten

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung zu die­sem Bei­trag:
Die Moti­va­ti­on beschreibt, war­um Per­so­nen und damit Mit­ar­bei­ter ein bestimm­tes Ver­hal­ten zei­gen und etwas tun oder auch eben nicht.
In die­sem Bei­trag wird die Moti­va­ti­on aus Sicht des Manage­ments beschrieben.

Die Moti­va­ti­on der ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter zu erken­nen und pas­send zu för­dern, ist eine klas­si­sche Füh­rungs­auf­ga­be, die in Pro­jek­ten typi­scher­wei­se dem → Pro­jekt­ma­na­ger zufällt. 

1. Einleitung und Grundlagen

1.1 Definitionen

In der Wiki­pe­dia steht zur Moti­va­ti­on /#Wiki-Motivation/:
“Moti­va­ti­on ist das, was erklärt, war­um Men­schen oder Tie­re ein bestimm­tes Ver­hal­ten zu einem gewis­sen → Zeit­punkt ein­lei­ten, fort­set­zen oder been­den. Sie umfasst die Gesamt­heit aller Moti­ve oder Beweg­grün­de, die zur Hand­lungs­be­reit­schaft füh­ren, und das auf emo­tio­na­ler und neu­ro­na­ler Akti­vi­tät zurück­zu­füh­ren­de Stre­ben des Men­schen nach Zie­len oder wün­schens­wer­ten Zielobjekten.”

Ver­wand­te Begriffe:

  • Moti­va­ti­ons­mo­del­le: Wie kön­nen die Moti­ve beschrie­ben und kate­go­ri­siert werden?
  • Moti­va­ti­ons­fak­to­ren: Was treibt die (ein­zel­nen) Mit­ar­bei­ter an?

1.2 Unterscheidung von intrinsischer und extrinsischer Motivation

Die Begrif­fe → intrin­sisch und → extrin­sisch kom­men bei der Beschrei­bung der Moti­va­ti­ons­fak­to­ren von Mit­ar­bei­tern zum Ein­satz. Intrin­sisch bedeu­tet von “innen her­aus” — der Mit­ar­bei­ter benö­tigt kei­ne exter­nen Anschub, um Leis­tun­gen abzu­lie­fern. Das Gegen­stück dazu sind exter­ne Moti­va­ti­ons­fak­to­ren, die die Leis­tung der Mit­ar­bei­ter erhöhen.

1.3 Motivationsmodelle

Bekann­te Moti­va­ti­ons­mo­del­le sind:

2. Das Motivationsdreieck

Jeder Mit­ar­bei­ter möch­te die an ihn gestell­ten Anfor­de­run­gen und Auf­ga­ben erfül­len. Hier­zu muss er ent­spre­chen­de Befä­hi­gun­gen (“kön­nen”) mit­brin­gen und einen Gestal­tungs­spiel­raum (“dür­fen”) erhal­ten. Zudem ist für ihn wich­tig, die Bedeu­tung der Auf­ga­be (“wis­sen”) zu ken­nen. Die Haupt­an­triebs­kraft für das eige­ne Tun ist jedoch das “Wol­len”. In Abbil­dung 2.1 ist das Zusam­men­spiel von “Kön­nen, Wol­len, Dür­fen und Wis­sen” als Moti­va­ti­ons­drei­eck dargestellt.

Motivationsfaktoren (für Mitarbeiter), (C) Peterjohann Consulting, 2021-2024

Abbil­dung 2.1: Moti­va­ti­ons­fak­to­ren (für Mit­ar­bei­ter, nach /Kießel08/)

In Abbil­dung 2.2 ist die Eig­nung als → Funk­ti­on von “Kön­nen — Wol­len — Dür­fen” dargestellt. 

Eignung = Können - Wollen - Dürfen, (C) Peterjohann Consulting, 2022-2024

Abbil­dung 2.2: Eig­nung = Kön­nen — Wol­len — Dürfen

3. Die Motivation als Kombination aus Motiv und Anreiz

Die Moti­va­ti­on ergibt sich aus der Kom­bi­na­ti­on von Motiv und Anreiz /#Kehr-Motivation/ (Abbil­dung 3.1).

Die Motivation als Kombination aus Motiv und Anreiz, (C) Peterjohann Consulting, 2021-2024

Abbil­dung 3.1: Die Moti­va­ti­on als Kom­bi­na­ti­on aus Motiv und Anreiz

4. Die Motivationssteigerung

Fol­gen­de Maß­nah­men kön­nen zur Moti­va­tions- und damit Leis­tungs­stei­ge­rung bei Mit­ar­bei­tern beitragen:

  • Aner­ken­nung der Leistung
  • Kon­struk­ti­ves Feedback
  • Part­ner­schaft­li­ches Verhalten
  • Berück­sich­ti­gung von Mei­nun­gen und Interessen
  • Gemein­sa­me Zielvereinbarung
  • Bereit­stel­lung der not­wen­di­gen Informationen
  • Ein­bin­dung in den Entscheidungsprozess
  • Über­tra­gung von Verantwortung
  • Abbau von Ängs­ten und Hemmschwellen
  • Inter­es­se und Ver­trau­en in die Mitarbeiter

5. Sprüche zur Motivation

  • “Zum ers­ten ist schon viel gewon­nen, wenn man Men­schen nicht demo­ti­viert.” (Malik, /Malik17/)
  • „Moti­va­ti­on is the art of get­ting peo­p­le to do what you want them to do becau­se they want to do it.” (Dwight D. Eisenhower)

A. Präsentationen, Literatur und Weblinks

Die Beschrei­bun­gen zur Moti­va­ti­on fin­den sich auch in mei­ner fol­gen­den Prä­sen­ta­ti­on:

Inhalt Typ
Pro­jekt­ma­nage­ment: Füh­rung (und Team) – Eine Übersicht
pdf

Die­se Bücher beleuch­ten die Moti­va­ti­on etwas intensiver:

  1. /GPM19/ Deut­sche Gesell­schaft für → Pro­jekt­ma­nage­ment: Kom­pe­tenz­ba­sier­tes Pro­jekt­ma­nage­ment (PM4), → GPM, Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment, Nürn­berg 2019, ISBN 978–3‑924841–77‑5
  2. /Kießel08/ Gerd-Georg Kießel, Hel­mut Lan­gen: Team­ar­beit in Pro­jek­ten; in: “Fit im Pro­jekt­ma­nage­ment”, Weka, Kis­sing 2008, ISBN 978–3‑8276–8210‑9
  3. /Malik17/ Fred­mund Malik: Gefähr­li­che Manage­m­ent­wör­ter, Cam­pus, Frank­furt 2. Auf­la­ge 2017, ISBN 978–3‑593–50540‑4
  4. /Sprenger10/ Rein­hard K. Spren­ger: Mythos Moti­va­ti­on: Wege aus einer Sack­gas­se, Cam­pus, Frank­furt, 19. Auf­la­ge 2010, ISBN 978–3‑593–39200‑4

Fol­gen­de Web­links lie­fern wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Motivation:

Legen­de zu den Weblinks
/ / Ver­weis auf eine Web­site (all­ge­mein)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Ergän­zung zu einem Buch dient
/#/ Ver­weis auf ein ein­zel­nes The­ma auf einer Website
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website