Der kritische Pfad Vorgänge mit minimalem Puffer im Netzplan

Der kri­ti­sche Pfad (weni­ger gebräuch­lich: kri­ti­scher Weg, eng­lisch: Cri­ti­cal Path) ist eine Fol­ge von Vor­gängen eines Netz­plans, bei denen der Gesamt­puf­fer mini­mal (im Allge­meinen = 0) ist, d.h. die Vor­gän­ge direkt auf­ein­an­der fol­gen. Die Ände­rung der → Dau­er eines die­ser kri­ti­schen Vor­gän­ge beein­flusst die Gesamt­dau­er des Pro­jekts direkt.

Nach DIN 69901–5:2009–01 /DIN20/ ist der “kri­ti­sche Pfad” (engl. Cri­ti­cal Path):
“Weg in einem → Netz­plan, der für die Gesamt­dau­er des Pro­jekts (bzw. des Netz­plans) maß­ge­bend ist. (Anmer­kung: Die Puf­fer­zei­ten der Ereig­nis­se bzw. Vor­gän­ge auf dem kri­ti­schen Weg sind die kleins­ten im gan­zen Netz­plan – im Nor­mal­fall sind sie gleich Null).”

In Abbil­dung 1 ist ein Netz­plan mit ein­ge­zeich­ne­tem kri­ti­schen Pfad dar­ge­stellt. Die Pfei­le des Netz­plans, die auf dem kri­ti­schen Pfad lie­gen, sind hier rot ein­ge­färbt; es wird auch von dem rot ein­ge­färb­ten Netz­plan­weg gesprochen.

Der kritische Pfad (in der Netzplandarstellung), (C) Peterjohann Consulting, 2021-2022

Abbil­dung 1: Der kri­ti­sche Pfad (in der Netzplandarstellung)

Der kri­ti­sche Pfad soll­te beson­ders über­prüft wer­den, denn hier sind bei Abwei­chun­gen / Ver­än­de­run­gen unmit­tel­bar Pla­n­ab­wei­chun­gen möglich. 

Zur beson­de­ren Behand­lung des kri­ti­schen Pfads gibt es die “Metho­de des kri­ti­schen Pfads.” Das → PMI defi­niert dazu: “Metho­de des kri­ti­schen Wegs / Cri­ti­cal Path Method (CPM). Eine Metho­de, die dazu dient, die kür­zes­te Pro­jekt­dau­er zu → schät­zen und den Umfang der Ter­min­plan­fle­xi­bi­li­tät auf dem logi­schen Netz­plan­weg im Ter­min­plan­mo­dell festzustellen.”

Anhang: Präsentationen, Literatur und Weblinks

→ Prä­sen­ta­tio­nen

Der kri­ti­sche Pfad ist in mei­ner Prä­sen­ta­ti­on zur Netz­plan­tech­nik kurz beschrie­ben. Die­se kann hier her­un­ter­ge­la­den werden:

Inhalt Typ
Pro­jekt­ma­nage­ment: Netz­plan­tech­nik – Eine Übersicht

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Lite­ra­tur

  • /DIN20/ DIN: → Pro­jekt­ma­nage­ment. Netz­plan­tech­nik und Pro­jekt­ma­nage­ment­sys­te­me. DIN-Taschen­buch 472, Beuth, Ber­lin 4. Auf­la­ge 2020, ISBN 978–3‑410–30000‑7
  • /GPM19/ Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment: Kom­pe­tenz­ba­sier­tes Pro­jekt­ma­nage­ment (PM4), → GPM, Deut­sche Gesell­schaft für Pro­jekt­ma­nage­ment, Nürn­berg 2019, ISBN 978–3‑924841–77‑5
  • /PBG21‑d/ Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te: A Gui­de to the Pro­ject Manage­ment Body of Know­ledge (PMBOK Gui­de) und Der Stan­dard für das Pro­jekt­ma­nage­ment, Pro­ject Manage­ment Insti­tu­te, Phil­adel­phia, Penn­syl­va­nia Sieb­te Aus­ga­be 2021, ISBN 978–1‑62825–695‑6
  • /Schwarze14a/ Jochen Schwar­ze: Pro­jekt­ma­nage­ment mit Netz­plan­tech­nik, NWB, Her­ne 11. Auf­la­ge 2014, ISBN 978–3‑482–65241‑7
  • /Schwarze14b/ Jochen Schwar­ze: Auf­ga­ben zur Netz­plan­tech­nik, NWB, Her­ne 6. Auf­la­ge 2014, ISBN 978–3‑482–56226‑6
  • /Techt14/ Uwe Techt, Hol­ger Lörz: Cri­ti­cal Chain. Beschleu­ni­gen Sie Ihr Pro­jekt­ma­nage­ment, Hau­fe, Mün­chen 3. Auf­la­ge 2014, ISBN 978–3‑648–05555‑7

Web­links

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