Das V‑Modell Darstellung und Verwendung

Manage­ment-Zusam­men­fas­sung zu die­sem Bei­trag:
Das V‑Modell beschreibt ein Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung von Soft­ware, Sys­te­men oder Pro­duk­ten, wel­ches sich gra­fisch ent­lang eines Vs visua­li­sie­ren lässt.
In die­sem Bei­trag wird das V‑Modell und des­sen Ein­satz in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten wie dem → Requi­re­ments Engi­nee­ring beschrieben.

Das V‑Modell beschreibt ein Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung von Soft­ware, Sys­te­men oder Pro­duk­ten, wel­ches sich gra­fisch ent­lang eines Vs visua­li­sie­ren lässt.

Ein einfaches V-Modell, (C) Peterjohann Consulting, 2020-2022

Abbil­dung 0.1: Ein ein­fa­ches V‑Modell

1. Einleitung und Grundlagen

In die­sem Kapi­tel wer­den zunächst eini­ge Defi­ni­tio­nen und Grund­la­gen zum V‑Modell geliefert.

1.1 Definitionen

In der Wiki­pe­dia steht /#Wiki-V-Modell/:
“Das V‑Modell ist ein Vor­ge­hens­mo­dell, wel­ches ursprüng­lich für die Soft­ware­ent­wick­lung kon­zi­piert wur­de. Ähn­lich dem Was­ser­fall­mo­dell orga­ni­siert es den Soft­ware­ent­wick­lungs­pro­zess in Pha­sen. Zusätz­lich zu die­sen Ent­wick­lungs­pha­sen defi­niert das V‑Modell auch das Vor­ge­hen zur Qua­li­täts­si­che­rung (Tes­ten), indem den ein­zel­nen Ent­wick­lungs­pha­sen Test­pha­sen gegen­über gestellt wer­den. Auf der lin­ken Sei­te wird mit einer funktionalen/fachlichen Spe­zi­fi­ka­ti­on begon­nen, die immer tie­fer detail­liert zu einer tech­ni­schen Spe­zi­fi­ka­ti­on und Imple­men­tie­rungs­grund­la­ge aus­ge­baut wird. In der Spit­ze erfolgt die Imple­men­tie­rung, die anschlie­ßend auf der rech­ten Sei­te gegen die ent­spre­chen­den Spe­zi­fi­ka­tio­nen der lin­ken Sei­te getes­tet wird. So ent­steht bild­lich das namens­ge­ben­de “V”, wel­ches die ein­zel­nen Ent­wick­lungs­ebe­nen ihren jewei­li­gen Test­ebe­nen gegenüberstellt.”

1.2 Darstellungsmöglichkeiten

Die Dar­stel­lung des Vs erfolgt ent­we­der durch Recht­ecke oder Par­al­le­lo­gram­me (Abbil­dung 1.1).

Darstellungsformen des V-Modells (generell), (C) Peterjohann Consulting, 2020-2022

Abbil­dung 1.1: Dar­stel­lungs­for­men des V‑Modells (gene­rell)

2. Der Einsatz in verschiedenen Themengebieten

Das V‑Modell kann in sehr vie­len Gebie­ten zum Ein­satz kom­men. Hier sind eini­ge aufgeführt.

2.1 Software Engineering

Im “klas­si­schen” → Soft­ware Engi­nee­ring beschränkt sich das V‑Modell auf den Soft­ware­ent­wick­lungs­pro­zess von der → Anfor­de­rungs­er­mitt­lung bis zum Abnah­me­test (Abbil­dung 2.1)

Das V-Modell im Software Engineering, (C) Peterjohann Consulting, 2020-2022

Abbil­dung 2.1: Das V‑Modell im Soft­ware Engineering

2.2 Automotive Spice

Im Auto­mo­ti­ve-Spi­ce-Kon­text wird das V‑Modell “dop­pelt” ein­ge­setzt: Das ers­te V wird für das Sys­tem gene­rell, das zwei­te V für die Soft­ware­ent­wick­lung verwendet.

Das V-Modell im Automotive Spice, (C) Peterjohann Consulting, 2020-2022

Abbil­dung 2.2: Das V‑Modell im Auto­mo­ti­ve Spice

3. Häufige Fragen und Antworten zum Thema “V‑Modell”

Eini­ge Fra­gen zum V‑Modell wer­den häu­fig gestellt – die­se wer­den hier wiedergegeben.

  • F: Müs­sen Lizenz­ge­büh­ren für die Ver­wen­dung des V‑Modells gezahlt wer­den?
    A: Nein. Die Nut­zung des V‑Modells ist kostenfrei.
  • F: Muss man bei agi­ler Vor­ge­hens­wei­se (Agi­les RE) das V‑Modell berück­sich­ti­gen?
    A: Es kommt dar­auf an. Um hohe Qua­li­tät bei der Umset­zung eines Sys­tems nach­zu­wei­sen, kommt man kaum am V‑Modell vorbei.

Haben Sie noch wei­te­re Fra­gen oder möch­ten Sie Ergän­zun­gen an der FAQ vor­neh­men? Am bes­ten schrei­ben Sie mir hier­zu eine E‑Mail an: kontakt@peterjohann-consulting.de.

A. Präsentationen, Literatur und Weblinks

Das V‑Modell ist eine Grund­la­ge für das Requi­re­ments Engi­nee­ring, wel­ches in der hier auf­ge­führ­ten Prä­sen­ta­ti­on beschrie­ben wird.

Inhalt Typ
Requi­re­ments Engi­nee­ring (und Busi­ness Ana­ly­sis) – Eine Ein­füh­rung (RE-Basis­prä­sen­ta­ti­on)

pdf

In fol­gen­den Büchern wer­den als Teil­aspekt das V‑Modell erläutert:

  • /Ebert19/ Chris­tof Ebert: Sys­te­ma­ti­sches Requi­re­ments Engi­nee­ring. Anfor­de­run­gen ermit­teln, doku­men­tie­ren, ana­ly­sie­ren und ver­wal­ten, dpunkt, Hei­del­berg 6. Auf­la­ge 2019, ISBN 978–3‑86490–562‑9
  • /Kuhrmann11/ Mar­co Kuhr­mann, Tho­mas Ter­ni­té, Jan Fried­rich: Das V‑Modell XT anpas­sen: Anpas­sung und Ein­füh­rung kom­pakt für V‑Modell XT Pro­zes­s­in­ge­nieu­re, Sprin­ger, Ber­lin 2011, ISBN 978–3‑642–01489‑5
  • /Pfeifer14/ Tilo Pfei­fer, Robert Schmitt: Masing Hand­buch → Qua­li­täts­ma­nage­ment, Han­ser, Mün­chen 6. Auf­la­ge 2014, ISBN 978–3‑446–43431‑8

Auf fol­gen­de Web­links zum V‑Modell wird hier Bezug genommen:

Legen­de zu den Weblinks
/ / Ver­weis auf eine Web­site (gene­rell)
/*/ Ver­weis auf eine Web­site, die als Buch-Ergän­zung dient
/#/ Ver­weis auf ein­zel­nes The­ma auf einer Website
/#V/ Ver­weis auf ein Video auf einer Website